Kreisau-Fahrt

Informationen zu Kreisau: http://www.krzyzowa.org.pl/

 

Kreisau-Fahrt 2018

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs EF hält sich gemeinsam mit ihren Lehrern Frau Tottmann und Herr Rogal vom 14.-19. Januar 2018 in Kreisau auf, wo sie mit polnischen und ukrainischen Jugendlichen die gemeinsame Geschichte kennen lernen. Täglich senden sie uns ihre Berichte, die man hier nachlesen kann:

 

Sonntag, 14.01.2018: erster Bericht aus Kreisau

Wir kamen um 7:00 Uhr morgens in Kreisau - völlig erschöpft -an.
Wir mussten erst warten bis es Frühstück gab. Danach bekamen wir die Zimmerschlüssel. Die Wartezeit bis zum nächsten Programmpunkt haben wir mit Schlafen, Duschen und Quatschen verbracht.
Um 12 Uhr haben wir uns wieder getroffen. Wir  haben einen kleinen Spaziergang durch Kreisau gemacht. Wir haben den Bahnhof und den alten Friedhof besichtigt, auf dem Deutsche begraben sind. Zum Andenken steht hier auch ein Gedenkstein der Moltke-Familie. Während des Spazierganges haben wir einige Informationen über die Gräber und andere interessante Dinge rund um Kreisau und die Familie Moltke von Hanna erhalten.
Nach dem Spaziergang waren wir Mittagessen. Nach dem Mittagessen hatten wir eine  Stunde Freizeit. Wir haben uns mit den polnischen Schülern im Mehrzweckraum getroffen.  Danach hat uns Hanna verschiedene Orte gezeigt und dazu interessante historische Hintergründe klargemacht.
Diese verschiedenen Orte waren: das Schloss , das Haus auf dem Berg und die Brücke.
Nach der Erkundung sind wir in den Mehrzweckraum gegangen und haben einen Film über Moltke, Kreisau und den Kreisauer Kreis geschaut. Als der Film zu Ende war, haben wir noch auf die ukrainischen Schüler gewartet. Als sie ankamen, haben wir uns wieder im Mehrzweckraum getroffen und eine große  Kennenlernrunde (polnische Schüler, ukrainische Schüler und wir) gemacht. Das war sehr lustig, aber auch schön, sich mit Schülern aus anderen Ländern zu unterhalten.

Alice und Zhara

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 15.01.2018: zweiter Bericht aus Kreisau

Um 8 Uhr haben wir gemeinsam gefrühstückt. Anschließend haben wir uns erneut mit den Schülern aus Polen und der Ukraine getroffen und diese mit den verschiedensten Aufgaben und Spielen besser kennen gelernt.
Um 12:30 Uhr haben wir Mittag gegessen. Danach starteten wir mit den Workshops. Wir wurden in drei gemischte Gruppen mit den anderen Schülern aufgeteilt. In der ersten Gruppe wurden die verschiedenen Sprachen gelernt und Informationen der drei verschiedenen Länder gesammelt. In der zweiten Gruppe wurden weiße T-Shirts bemalt  und in der letzten Gruppe wurden Spiele gespielt.
Um 18 Uhr gab es Abendessen. Nach einer Stunde Pause startete der internationale  Abend, an dem wir unsere Länder präsentierten. Außerdem wurden verschiedene Traditionen der Ukraine vorgestellt und polnische Lieder gesungen.  Am Ende wurden traditionelle Süßigkeiten der jeweiligen Länder verteilt und wir haben gemeinsam gefeiert.
Layal, Mira

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 16.01.2018: Dritter Bericht aus Kreisau
Wie jeden Tag gab es um 8:00 Uhr Frühstück. Nachdem wir gefrühstückt haben, gingen wir um 9:30 Uhr zum Bus und fuhren nach Groß-Rosen, um das Konzentrationslager zu besichtigen. Zuallererst wurde uns ein dreißigminütiger Film über die Entstehung des Konzentrationslagers gezeigt. In dem Film wurde auch gezeigt, wie die meisten Juden und Polen nach Groß- Rosen gebracht, in welche Kategorien sie eingeteilt wurden und wie sie gearbeitet haben. Nach dem Film betrachteten wir mit der Betreuerin eine verkleinerte Version des damaligen Konzentrationslages, wir erfuhren außerdem, welche Räumlichkeiten es  gab, wie die Arbeiter gearbeitet, gegessen und geschlafen haben. Während der ganzen Führung erklärte uns die Betreuerin immer wieder, wie grausam es für die Personen war und wie sie während des Aufenthalts  versucht haben, von dort zu entfliehen.  Anschließend  gingen wir nach draußen, um das echte, noch erhaltene Konzentrationslager zu besichtigen.
Nach einer  ca. zweistündigen Führung sind wir nach Schweidnitz zu der evangelischen Friedenskirche gefahren, in der wir das Innere der Kirche besichtigten  und überrascht über die Goldverzierungen waren. Für uns war dies eine einmalige Erfahrung, die wir während des Aufenthalts hier in Polen gemacht haben.
Nach der Besichtigung durften wir alleine in die Stadt oder in das Einkaufszentrum  „Galerie“. Die Galerie war sehr leicht zu finden, da wir davor Stadtkarten bekommen hatten.  Die Galerie hat uns sehr gefallen, da sie den Einkaufzentren in Deutschland ähnelte und auch einige Läden hatte, die wir schon aus Deutschland kannten. Viele waren erfolgreich und  kamen  aus der Galerie mit vielen Tüten raus und auch viele Vorräte für die nächsten Tage wurden gekauft. Nach der ca. zweistündigen Shoppingtour fuhren wir wieder zurück nach Kreisau.
Um 16:00 Uhr haben wir uns wieder im Mehrzweckraum versammelt und haben über die Ausflüge geredet. Wir haben erfahren, dass die polnische und ukrainische Gruppe im Schloss Fürstenstein waren und auch tolle Erlebnisse hatten. Nach dem Abendbrot um 18:00 Uhr, haben wir uns wieder im Mehrzweckraum  versammelt und hatten eine Tee-Party. Die polnische Gruppe hielt einen Vortrag  über die unterschiedlichen Teesorten in verschiedenen Kulturen und Ländern. Dabei tranken wir unseren selbst ausgewählten Tee und konnten Kleinigkeiten wie Schokolade essen. Im Anschluss tauschten wir uns noch mit den anderen zu unterschiedlichen Themen in kleinen Gruppen aus.
Aslihan und Hümeyra

 

Mittwoch, 17.01.2018: Vierter Bericht aus Kreisau

Wie immer startete unser Tag mit dem Frühstück um 8 Uhr. Eier und hartes Brot gehören zu unserer Tagesordnung, jedoch haben wir uns daran gewöhnt. Anschließend haben wir uns in der Mehrzweckhalle versammelt und haben unseren Tagesablauf besprochen, worauf wir alle in unsere Gruppen gegangen sind. In den Gruppen haben wir weitere Kennenlernspiele gespielt und selbstverständlich haben wir dabei auch viel gelacht. Dies haben wir bis 13 Uhr gemacht, danach gab es Mittagessen, eine leckere Suppe mit Fleischstücken drin, und danach ein Schnitzel mit Kartoffelbrei - dazu gab es Wasser mit Zitrone, alles in allem war es sehr lecker.
Als nächstes haben wir uns in den Gruppen nach einer kurzen Pause zusammengefunden und ein paar lustige Spiele gemacht. Daraufhin haben wir unsere weißen T-Shirts bemalt und beschriftet. Dieser Workshop hat besonders Spaß gemacht, da man seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte.
Um 17 Uhr endete unser Workshop und wir haben uns dazu entschlossen, Pizza zu bestellen. Die Pizza war im Vergleich zur deutschen Pizza viel größer und dicker, jedoch schmeckt die Pizza in Deutschland um einiges besser. Mit vollem Bauch gingen wir auf unsere Zimmer und haben miteinander gelacht und Karten gespielt.
Um 20 Uhr war es dann so weit … die Party fing an. Wir haben uns alle in einem Partyraum versammelt und haben getanzt bzw. Spaß gehabt. Manche blieben im Zimmer und haben Karten gespielt, was SEHR Spaß gemacht hat! Um 23 Uhr endete der Spaß, da wir alle in unsere Zimmer gehen sollten. Es war ein sehr gelungener Tag.
Aladin und Richard

 

Donnerstag, 18.01.2018: Fünfter Bericht aus Kreisau

Am heutigen Tag gingen wir nach dem Frühstück zum letzten Mal in den großen Mehrzweckraum, da dort die Abschiedsrunde stattfand. In Gruppen haben wir die letzte Woche reflektiert, uns über unsere besten Ereignisse unterhalten und anschließend Feedback an die Gaststätte gegeben. Nachdem wir uns von unseren ukrainischen und polnischen Freunden verabschiedet haben, ging unser Tagesprogramm los: Mit dem Bus fuhren wir in Richtung Breslau, eine Stadt, die sowohl viel an Shoppingmöglichkeiten zu bieten hat als auch an Geschichte. Im Bus erklärte unsere Stadtführerin uns Breslaus wichtigste Sehenswürdigkeiten und den historischen Hintergrund. Unser erster Stopp war der jüdische Friedhof, der während des zweiten Weltkrieges, indem Breslau noch deutsch gewesen ist, erhalten geblieben ist. Andere Besichtigungspunkte waren die Universität Breslaus und die größte katholische Kirche der Stadt. Nachdem die Stadtführung offiziell beendet war, durften wir einige Stunden in der Stadt bummeln und uns im Einkaufszentrum aufhalten, um zu shoppen und was zu essen. Gegen 18 Uhr waren wir wieder in Kreisau. Als wir unser letztes Abendessen gegessen und unsere Zimmer besenrein hinterlassen hatten, machten wir uns um 20 Uhr auf den Weg nach Hause. Trotz des Sturms kamen wir am Freitag pünktlich um 9.30 Uhr in Marl wieder an.
Cennet und Maryam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreisau-Fahrt 2017

Ende Januar/Anfang Februar 2017 reiste eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs EF zusammen mit ihren Lehrern Frau Diller und Herr Rogal nach Kreisau. Dort nahmen sie an einer Begegnung mit polnischen und urkainischen Jugendlichen teil. Täglich schrieben sie uns ihre Erlebnisse vom Tag, die man hier nachlesen kann.

 

1. Tag: Montag, 30.01.2017

Am Montag haben wir um ca. 07.30 Uhr unser Zuhause für die nächsten fünf Tage in Kreisau erreicht. Von da an sind wir kurz in unsere Zimmer und um Punkt 8 Uhr zum Frühstück gegangen. Danach hatten wir bis 10.30 Uhr erst einmal ein bisschen Zeit für uns, um uns etwas von der anstrengenden Fahrt zu erholen. Als wir uns dann wieder getroffen haben, sind wir von einem Mann mit dem Namen Daniel ein wenig auf dem Gelände herumgeführt worden. Nach einer Weile wurde er von einer freiwilligen Helferin namens Clara abgelöst, die uns zu einem ehemaligen Friedhof und einer Kapelle, sowie einem Denkmal durch das Dorf geführt hat. Das Wetter war sehr kalt, aber sonnig. Da das Gelände ein wenig steil war, waren wir froh, uns danach erst einmal bei einem leckeren Mittagessen mit Spaghetti Bolognese zu erholen. Nachdem auch diese Mahlzeit beendet war, hatten wir wieder ein bisschen Zeit für uns. Als nächstes begann das erste Zusammentreffen mit den Schülern aus Polen und der Ukraine. Durch ein paar lustige Kennenlernspiele wurden die Gruppen einander näher gebracht. Später nach dem Abendessen haben wir uns dann noch getroffen, um zu tanzen und etwas Sport zu machen.

Dania und Vanessa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Tag: Dienstag, 31.01.2017

Am Dienstag sind wir ungefähr um 7 Uhr aufgestanden und haben uns gegen 8 Uhr auf den Weg zum Frühstück gemacht. Einige sind vor dem Frühstück schon sportlich gewesen und haben eine Joggingtour durch den wunderschönen polnischen Schnee gemacht. Um 9:30 Uhr folgte ein weiteres Treffen mit den anderen polnischen und ukrainischen Jugendgruppen. Wir haben Spiele gespielt und uns noch etwas näher kennengelernt. Unsere Gruppe bekam daraufhin eine Führung auf dem Gelände, wo sehr interessante geschichtliche Ereignisse stattfanden. Gegen Mittag sind wir um 13:00 Uhr Essen gegangen. Nach unserer Pause zwischen ca. 13:00 und 14:30 ging es dann wieder mit einer Versammlung los, bei der wir in drei gemischte Gruppen eingeteilt wurden und danach in den Workshops gearbeitet haben. Jede Gruppe hatte einen anderssprachigen Leiter, als auch ein anderes Thema, das man gemeinsam erarbeiten musste. Unsere Gruppe hat beispielsweise Team- und Kennlernspiele gespielt, wie zum Beispiel gemeinsam ein Flugzeug aus Papier zu bauen, das am Ende sicher fliegen und landen musste. Wir haben immer zusammen gearbeitet und uns auch an die anderen Sprachen heran getastet. Alle Aktivitäten haben sehr viel Spaß gemacht, weil wir viele Möglichkeiten hatten miteinander zu kommunizieren. Um 18:00 gab es leckeres Abendessen mit polnischen Spezialitäten. Nach dem Schreiben unseres Berichts folgt noch ein spannender Abend im Gemeinschaftssaal mit den anderen Schülern. Wir freuen uns schon auf die weiteren Tage!!!

Kristina und Celina

 

 

 

 

 

3. Tag: Mittwoch, 01.02.2017

Heute wurden wir, wie sonst auch üblich, sehr "angenehm" von unseren Weckern aus dem Land der Träume gerissen. Jegliche Pläne, morgens in der Früh joggen zu gehen, scheiterten, da der Blick aus dem Fenster ausreichte, um die zugeschneiten Wege zu sehen. Von daher drehten wir uns wieder um und schliefen nochmal ein. Zu blöd jedoch, dass wir glücklicherweise 20 Minuten vor Abfahrt wach wurden und uns natürlich sputen mussten, um rechtzeitig unser Lunchpaket abzuholen. Wie gesagt so getan. Nachdem wir die Kantine erreichten und unser Lunchpaket abholten, trafen wir uns alle um 8:45 Uhr am Bus.
Die Fahrt in das Konzentrationslager "Groß Rosen" dauerte ungefähr 30 Minuten und führte durch das verschneite Niemandsland Polens. Außer verschneiten Straßen und wilden Tieren konnte man vereinzelt Bauernhöfe bzw. kleine Häuser erkennen, bis wir die anliegende Stadt Schweidnitz erreichten. Im Gegensatz zu Kreisau ist dies eine Großstadt. Nachdem wir Schweidnitz durchfahren haben und wieder Niemandsland passierten, erreichten wir Groß Rosen. Dort angekommen wurden wir sehr angenehm von einer polnischen Gruppenführerin empfangen und in das alte SS- Kantinenhaus gebracht, in dem sich neben einem Filmraum auch ein Modell des Konzentrationslagers, sowie ein kleines Museum befinden. Wir bekamen einen sehr informativen Film über das Konzentrationslager gezeigt. Die Funktionen der Gebäude des KZ wurden uns  anhand des Modells erklärt. Danach bekamen wir eine sehr informative und sehr umfangreiche Führung über das KZ Gelände. Nach ungefähr zwei Stunden verließen wir Groß Rosen. Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Friedenskirche und die Innenstadt von Schweidnitz.
Am Abend trafen wir uns zu einem Internationalen Abend, bei dem jede Gruppe ihr Land präsentierte und wir über die heimischen Bräuche und Sitten sprachen.

Kevin & Leon

 


4. Tag: Donnerstag, 02.02.2017

Auch heute wurden wir erst sehr spät wach, was dazu führte, dass wir erst sehr spät zum Frühstück kamen. Um 9:30 Uhr trafen wir uns alle im Gemeinschaftsraum und fingen eigentlich direkt mit dem Programm an.

Heute waren die letzten beiden Workshops an der Reihe. In dem einen Workshop am heutigen Tage, der im Gemeinschaftsraum stattfand, wurden viele sprachliche und gemeinschaftliche Aufgaben bestritten, die dazu geführt haben, dass wir gemeinschaftlich uns mit den verschiedenen Sprachen auseinander gesetzt haben. Nach den sprachlichen Übungen gab es eine Vertrauensübung mit jeweils drei Personen aus den verschiedenen Ländern, in der wir eine blinde Person durch die Halle führen bzw. leiten mussten. Dies geschah mit Erfolg. Der andere Workshop war ein Kreativ-Workshop. In dem Workshop haben wir ein Bild aus Wachsmalkreide und Bügeleisen hergestellt, indem wir die Wachsmalkreide erhitzt haben, wodurch eine Schicht am Bügeleisen entstand. Diese Schicht haben wir dann über das Bild gestrichen. Nachdem das Bild fertiggestellt war, haben wir aus Pappe einen Bilderrahmen gebastelt. Danach gab es eine 15 minütige Pause und danach wurden T-Shirts oder Taschen mit Wasserfarbe bemalt. Dies hat sehr viel Spaß gemacht und führte zu tollen Ergebnissen. Anschließend gab es erst mal Mittagessen zur Stärkung.
Gegen 19 Uhr fanden wir uns alle noch mal in der großen Gemeinschaftshalle ein, um die Woche auszuwerten. Und wie wir feststellen konnten, fanden so gut wie alle im Saal dieses Projekt toll. Am Ende wurden dann noch Fotos gemacht. Und danach haben wir den Abend mit Feiern ausklingen lassen.

Nico & Sebastian

 


5. Tag: Freitag, 03.02.2017
Es sollten alle um 8 Uhr morgens beim Frühstück sein. Davor sollten wir unser Gepäck eingeräumt und den Bettbezug abgezogen haben. Das Zimmer gereinigt und den Koffer im Saal abgestellt ging es weiter mit dem Frühstück. Als wir mit dem Frühstück fertig waren, verabschiedeten wir uns schweren Herzens von den Polen und Ukrainern und fuhren um 9 Uhr nach Breslau.
In Breslau besichtigten wir alle gemeinsamen als erstes einen jüdischen Friedhof. Der Friedhof ist sehr groß, schön aufgebaut und gepflegt. Dort sind ein paar bekannte Menschen wie zum Beispiel der Gründer der SPD, Ferdinand Lasalle, begraben. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu einer der ältesten Kirchen in Breslau. Die Besichtigung führte die gleiche nette Frau mit uns durch, die uns auch über den Friedhof geführt hatte. In der Kirche zündeten einige unserer Mitschüler Kerzen an. Nach dieser Kirche liefen wir zu einer sogenannten Liebesbrücke, auf der man ein Schloss anhängen und den Schlüssel in die Oder werfen kann. Über die Brücke hinüber zur Hochschule bekamen wir auch dort eine Führung. Ein deutscher Maler malte dort ein Bild an die Decke, welches  11 Monate gedauert hat. Das war sehr beeindruckend zu sehen. Das Bild wurde gemalt, da die Universität während des 2. Weltkriegs bombardiert wurde und so einige Teile der Kirche zerstört waren. Mit der Hochschule fertig, fuhr unsere Führung in Breslau mit der Innenstadt fort. In der ganzen Stadt sind Zwerge verteilt, die an den „Zwergenaufstand“ zur Zeit des Kommunismus erinnern. Heute sind die Zwerge ein Markenzeichen der Stadt. Wenn man die Zwerge am Zipfel anfasst,  soll es einem Glück bringen.  In der Innenstadt verabschiedeten und bedankten wir uns bei der Stadtführerin. Die Breslau-Führung war sehr informativ und spannend gestaltet. Zur guten Verständigung brachte sie uns eine Art Walky-Talky und Kopfhörer mit. Durch die Walky-Talkies konnten  wir alles mitbekommen und sie musste ihre Stimme nicht anstrengen. Unser letzter Halt war danach im Einkaufszentrum in Breslau, wo wir sehr viel Freizeit hatten und somit alles erledigen konnten wie etwa für die Fahrt einkaufen oder etwas essen gehen.
Um 17:00 fuhren wir wieder zurück nach Kreisau, mit ein wenig Verspätung kamen wir zum Abendessen an. Die Abfahrt nach Marl erfolgte um 20 Uhr. Der Bus, der uns abholen sollte, hatte eine kleine Verspätung, doch dies war nicht weiter schlimm. Mittlerweile sitzen wir im Bus zurück nach Marl und freuen uns natürlich, unsere Familien wiederzusehen und am Montag wieder in die Schule gehen zu können.
Melih & Doğan








 

 

 

 

 

Kreisau-Fahrt 2012

Im Februar 2012 hielt sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs unserer gemeinsamen Oberstufe im polnischen Kreisau auf.

Hier sind ihre täglichen Berichte nachzulesen:

 

 

06.02.12

Erster Bericht aus Kreisau

Nach abenteuerlicher Fahrt und erfolgreichem Umsteigen auf polnischem Boden sind wir bei eisigen Temperaturen (-20°) in Kreisau angekommen. Nach dem Frühstück und dem Einzug in die Zimmer unternahmen wir einen Spaziergang durch Kreisau. (Wir Helden!)

 

 

Nach dem Mittagessen lernten wir unsere Gruppe aus Breslau kennen. Bei witzigen Spielen war das Eis schnell gebrochen und wir beherrschen nun sogar einige polnische Redewendungen. Nun freuen wir uns auf den Spieleabend.
Czesc !
Feyza - Nur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.02.2012

Zweiter Bericht aus Kreisau

 

Endlich Schnee!! Die Temperaturen stiegen auf "angenehme" -13°.

In unserem morgendlichen Workshop führten wir weiter zahlreiche Spiele durch, um uns gegenseitig und die polnische Sprache besser kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag lernten wir bei einem Rundgang über das Gelände die Geschichte Kreisaus kennen. Hier erfuhren wir vor allen Dingen vieles über das Wirken des Kreisauer Kreises.

 

Es wird behauptet, dass manche bis zu drei Hosen übereinander trugen!! :-)

 

 

 

Am Abend werden wir unseren neuen polnischen Freunden unsere Schule und die Stadt Marl

vorstellen. Als "Höhepunkt" des Abends singen wir das traditionelle Lied "Glück auf, Glück auf."

 

 

 

 

 

Bis morgen!

Seyma Cakir

 

 

 

 

 

 

08.02.2012

Dritter Bericht aus Kreisau

 

Heute haben wir uns mit ernsten Dingen beschäftigt. Am morgen hatten wir den Workshop zum Thema "Wahrschauer Ghetto und Aufstand im Wahrschauer Ghetto". Nach dem Mittagessen sind wir zum Konzentrationslager "Groß-Rosen" gefahren. Es war kalt, aber sehr eindrucksvoll.  Wir haben einen Rundgang über das Gelände gemacht und einen Film über die Vergangenheit des Konzentrationslager geschaut.

 

Daraufhin fuhren wir zu der Friedenskirche in Swidnica. Die Straße dorthin war sehr huckelig. :)

Die Kirche sah aus wie ein riesiges Fachwerkhaus. Als wir in die Kirche kamen, waren wir sehr erstaunt. Sie war sehr kunstvoll gestaltet und innen war es kälter als draußen.

 

 

 

 

 

 

 

Gleich machen wir einen Film- und Sportabend.

 

Wenn wir nicht erfroren sind, melden wir uns morgen wieder ! :b

 

Anna-Lena, Eileen & Laura

 

 

 

09.02.2012

Vierter Bericht aus Kreisau

 

 

Heute ging es in unserem Workshop in Spielen und Gesprächen darum, die anderen Kulturunterschiede, Toleranz, gegenseitige Akzeptanz und Sprache kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Zusammenarbeit mit den polnischen Jugendlichen war spitze. Die Kommunikation lässt sich aber noch verbessern.

 

 

 

 

Das Essen war heute besonders köstlich.   ;)

 

Mfg Steven, Tom, Laura, Rebecca

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht es zur Fotogalerie der Fahrt 2012.

weitere Fotogalerien: Fahrt 2013, Fahrt 2015

 

 

Kreisau-Fahrt 2016

Vom 24. bis 30. Januar 2016 waren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF in Kreisau/Polen. Täglich schickten sie uns ihre Berichte, die man hier lesen kann. Viel Spaß dabei!

 

 

 

 

Montag, 25.01.2016

Nach einer schlaflosen Nacht auf der Fahrt nach Polen war unser erstes Ziel ins Bett zu gelangen. Dies war jedoch ein Kraftakt, da unerwartet Eis unter unseren Füßen auftauchte. Jedoch gab es einen kurzen Moment später schon Frühstück. Dann gab es einen kleinen Einblick in das Dorf Kreisau. Als wir erschöpft waren und vom Glatteis genug hatten, gab es ein wohlverdientes Mittagessen.  Wenig später hatten wir das erste Treffen mit den Schülern aus Polen, das von Herrn Daniel  geleitet wurde. Das nette Kennenlernen mit den polnischen Schülern hat uns einen kleinen Einblick gegeben, wie es vermutlich die kommenden Tage  sein wird. Besonders gut hat uns eine Übung gefallen, bei der  wir unsere ersten Polnischen Wörter gelernt haben. Am Ende des Tages hatten wir einen schönen, selbst gestalteten Freizeitabend mit Sport und weiteren Aktivitäten.

Nicolas und Mert

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Montag

 

Dienstag, 26.01.2016

Als wir aufgewacht sind, haben wir als erstes gemerkt, dass es deutlich wärmer geworden und der meiste Schnee geschmolzen war. Nach dem Frühstück spielten wir erneut Kennenlernspiele, bei denen Regeln für das Verhalten in einer Gruppe von uns festgelegt wurden. Anschließend gab es eine Führung auf dem Gelände der Stiftung, bei der wir viel über die Geschichte von Kreisau erfahren haben. Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause ging es im Programm weiter. Wir fingen die geplanten Workshops in drei verschiedenen, deutsch-polnischen Gruppen an. In unserem Workshop ging es um die deutsch-polnische Geschichte, besonders zur Zeit des 2. Weltkriegs. Dazu half uns eine Ausstellung zu diesem Thema. Wir haben viel in kleinen Gruppen gearbeitet und somit die deutsch-polnischen Beziehungen gestärkt.  Abends gab es dann eine so genannte "Teaparty", bei der Spiele zur deutschen und polnischen Sprache gespielt wurden.

Matti und Marc

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Dienstag

 

Mittwoch, 27.01.2016

Der Tag begann früh. Wir fuhren um 8:40 Uhr mit dem Bus in das Konzentrationslager Gross-Rosen, wo wir um 10:00  Uhr ankamen. Als erstes sahen wir einen  30 minütigen Film über die Geschichte des Konzentrationslagers. Dann waren wir in einer Ausstellung, in der wir mehr über das Leben der Gefangenen in dem KZ erfuhren. Nach der Ausstellung  bekamen wir eine Führung über das Gelände, bei der wir zum Beispiel den Steinbruch, den Appellplatz und die Baracken zu sehen bekamen.  Nach der Führung fuhren wir zusammen mit den polnischen Schülern zum Komplex Riese, in dem wir ebenfalls eine Führung in der Zeit von 14:00 – 15:20 Uhr bekamen. Während der Führung sahen wir die Tunnelsysteme, welche die Gefangenen aus Gross-Rosen in der damaligen Zeit bauen mussten. Gegen 15:30 Uhr fuhren wir in die Stadt Schweidnitz, in der  wir Geld wechseln und unsere Vorräte auffüllen konnten. Um 17:00 Uhr ging es dann schließlich zurück nach Kreisau. Dort veranstalteten wir nach dem Abendessen ab 20:00 Uhr einen Deutsch-Polnischen Abend, bei dem es darum ging, dass beide Gruppen sich gegenseitig landestypische Sachen schenkten.

Salih & Michelle

 

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Donnerstag, 28.01.2016

Um 9:30 Uhr trafen wir uns im Mehrzweckraum, damit wir den heutigen Tag besprechen konnten. Anschließend teilten wir uns in unsere Workshop-Gruppen von Dienstag auf und gingen in den zweiten Workshop der Woche. Im zweiten Workshop falteten und bastelten wir gemeinsam mit den polnischen Mitschülern schöne Dekorationen, zum Beispiel Blüten aus Servietten oder Schachteln aus Zeitungspapier. Am Anfang hat es Spaß gemacht, doch es wurde am Ende etwas einseitig und dadurch langweilig. Nach dem Mittagessen versammelten wir uns um 14:30 Uhr vor dem Schloss, um ein gemeinsames Gruppenfoto mit den polnischen Mitschülern zu machen. Dann ging es direkt zum letzten Workshop, in dem es um gemeinsame Spiele mit den polnischen Mitschülern ging. Dabei war besonders Teamarbeit und Absprache gefordert. Dies war unserer Meinung nach der beste Workshop dieser Woche und damit aber auch leider der letzte. Um 19:30 Uhr ging es dann zusammen mit den polnischen Schülern zur Auswertung der Projekt-Woche und wir ließen abschließend den Tag mit den polnischen Schülern in der Disko ausklingen.

Pascal, David und Chris

 

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Freitag, 29.01.2016

Freitag, der letzte Tag in Polen.  Wir standen um 7:30 Uhr auf, um rechtzeitig beim Frühstück zu sein.  Um 9 Uhr war es dann Zeit, die polnische Gruppe zu verabschieden, wir tauschten letzte Worte aus und umarmten uns noch einmal. Später fuhren wir dann nach Breslau. Dort besichtigten wir den Alten Jüdischen Friedhof und die Universität der Stadt. Um 12 Uhr  standen wir vor dem Rathaus, da dort die Tradition der polnischen Abiturienten stattfinden sollte. Um eine Reihe zu bilden, hakten sich bis zu fünf Schüler ineinander ein. Sie „hüpften“ leicht nach ein paar Schritten und wiederholten diesen Vorgang bis sie das Rathaus einmal komplett umkreist hatten. Obwohl wir Außenstehende waren, konnten wir spüren, wie wichtig diese Tradition  für viele polnische Mitmenschen war.  Anschließend durften wir in dem großen Einkaufszentrum oder auch in der Stadt für 2 ½ Stunden tun, was unser Herz begehrte.  Ein letztes Mal aßen wir danach in Kreisau unser Abendbrot. Viele packten ihre letzten Sachen noch in den Koffer, schossen die letzten Selfies und gaben dann die Schlüssel für die Zimmer ab.
Um ca. 20 Uhr verließen wir dann Kreisau und fuhren nach Hause.

Aylin

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Freitag.


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