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Kreisau-Fahrt

Der  Sinn und die Motive für die Studienfahrt nach Kreisau in Niederschlesien, nahe Breslau, ergeben sich schon aus den Örtlichkeiten und dem Zusammentreffen einer deutschen und einer polnischen Jugendgruppe.

Die Tagungs- und Begegnungsstätte befindet sich auf dem ehemaligen, aufwändig restaurierten Gutshof der Familie von Moltke. 

Der preußische Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke, der Sieger des preußisch-deutschen Krieges von 1866 und des deutsch-französischen Krieges1871(anschließende Gründung des deutschen Reiches) hatte dieses Gut als Altersruhesitz erworben.

Seine Geschichte wird in einer Kapelle, auf dem Friedhof und durch ein großes Wandgemälde im zum Gutshof gehörigen Schloss deutlich. (Thema der Jahrgangsstufe 12 in Geschichte)

Bekannt wurde Kreisau vor allen Dingen, weil der Urgroßneffe des Generalfeldmarschalls zu den führenden Kräften der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis gehörte. 1942 und 1943 fanden auf dem Gut drei Geheimtreffen des Kreises statt.

Die Räumlichkeiten können besichtigt werden und die Schüler erhalten bei einer Führung Informationen über die Widerstandsgruppe.

Die andere Seite des Dritten Reiches erfahren die Schüler durch den Besuch des Konzentrationslagers Groß-Rosen und durch die genauere Erarbeitung der Geschichte des Warschauer Gettos. (Thema der Jahrgangsstufe 13)

Nach Beendigung des kalten Krieges entstand als Teil der europäischen Bürgerbewegung die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung. Hier fand auch 1989 eine deutsch-polnische Versöhnungsmesse mit Kanzler Kohl und dem polnischen Ministerpräsidenten Mazowiecki statt.

Um nicht beim Historischen stehen zu bleiben, beschäftigen sich die Schüler darüber hinaus mit Themen wie Toleranz, Vorurteile, Zivilcourage und vielem mehr.

Ziel  ist es, durch die angebotenen Inhalte und  durch das intensive Gemeinschaftserlebnis der deutschen und der polnischen Gruppe bei Sport, Disco, Workshops und nicht zuletzt beim „Shoppen“ in  Breslau einen kleinen Beitrag  zur europäischen Verständigung  zu leisten.

Diese sollte, entsprechend der Vorstellungen der Begründer der Kreisauer Begegnungsstätte, durch ein friedliches und von gegenseitiger Wertschätzung getragenes Zusammenleben der Völker geprägt sein.

Weitere Informationen zu Kreisau: http://www.krzyzowa.org.pl/

 

 

Kreisau-Fahrt 2012

Im Februar 2012 hielt sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs unserer gemeinsamen Oberstufe im polnischen Kreisau auf.

Hier sind ihre täglichen Berichte nachzulesen:

 

 

06.02.12

Erster Bericht aus Kreisau

Nach abenteuerlicher Fahrt und erfolgreichem Umsteigen auf polnischem Boden sind wir bei eisigen Temperaturen (-20°) in Kreisau angekommen. Nach dem Frühstück und dem Einzug in die Zimmer unternahmen wir einen Spaziergang durch Kreisau. (Wir Helden!)

 

 

Nach dem Mittagessen lernten wir unsere Gruppe aus Breslau kennen. Bei witzigen Spielen war das Eis schnell gebrochen und wir beherrschen nun sogar einige polnische Redewendungen. Nun freuen wir uns auf den Spieleabend.
Czesc !
Feyza - Nur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.02.2012

Zweiter Bericht aus Kreisau

 

Endlich Schnee!! Die Temperaturen stiegen auf "angenehme" -13°.

In unserem morgendlichen Workshop führten wir weiter zahlreiche Spiele durch, um uns gegenseitig und die polnische Sprache besser kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag lernten wir bei einem Rundgang über das Gelände die Geschichte Kreisaus kennen. Hier erfuhren wir vor allen Dingen vieles über das Wirken des Kreisauer Kreises.

 

Es wird behauptet, dass manche bis zu drei Hosen übereinander trugen!! :-)

 

 

 

Am Abend werden wir unseren neuen polnischen Freunden unsere Schule und die Stadt Marl

vorstellen. Als "Höhepunkt" des Abends singen wir das traditionelle Lied "Glück auf, Glück auf."

 

 

 

 

 

Bis morgen!

Seyma Cakir

 

 

 

 

 

 

08.02.2012

Dritter Bericht aus Kreisau

 

Heute haben wir uns mit ernsten Dingen beschäftigt. Am morgen hatten wir den Workshop zum Thema "Wahrschauer Ghetto und Aufstand im Wahrschauer Ghetto". Nach dem Mittagessen sind wir zum Konzentrationslager "Groß-Rosen" gefahren. Es war kalt, aber sehr eindrucksvoll.  Wir haben einen Rundgang über das Gelände gemacht und einen Film über die Vergangenheit des Konzentrationslager geschaut.

 

Daraufhin fuhren wir zu der Friedenskirche in Swidnica. Die Straße dorthin war sehr huckelig. :)

Die Kirche sah aus wie ein riesiges Fachwerkhaus. Als wir in die Kirche kamen, waren wir sehr erstaunt. Sie war sehr kunstvoll gestaltet und innen war es kälter als draußen.

 

 

 

 

 

 

 

Gleich machen wir einen Film- und Sportabend.

 

Wenn wir nicht erfroren sind, melden wir uns morgen wieder ! :b

 

Anna-Lena, Eileen & Laura

 

 

 

09.02.2012

Vierter Bericht aus Kreisau

 

 

Heute ging es in unserem Workshop in Spielen und Gesprächen darum, die anderen Kulturunterschiede, Toleranz, gegenseitige Akzeptanz und Sprache kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Zusammenarbeit mit den polnischen Jugendlichen war spitze. Die Kommunikation lässt sich aber noch verbessern.

 

 

 

 

Das Essen war heute besonders köstlich.   ;)

 

Mfg Steven, Tom, Laura, Rebecca

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht es zur Fotogalerie der Fahrt 2012.

weitere Fotogalerien: Fahrt 2013, Fahrt 2015

 

 

Kreisau-Fahrt 2016

Vom 24. bis 30. Januar 2016 waren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF in Kreisau/Polen. Täglich schickten sie uns ihre Berichte, die man hier lesen kann. Viel Spaß dabei!

 

 

 

 

Montag, 25.01.2016

Nach einer schlaflosen Nacht auf der Fahrt nach Polen war unser erstes Ziel ins Bett zu gelangen. Dies war jedoch ein Kraftakt, da unerwartet Eis unter unseren Füßen auftauchte. Jedoch gab es einen kurzen Moment später schon Frühstück. Dann gab es einen kleinen Einblick in das Dorf Kreisau. Als wir erschöpft waren und vom Glatteis genug hatten, gab es ein wohlverdientes Mittagessen.  Wenig später hatten wir das erste Treffen mit den Schülern aus Polen, das von Herrn Daniel  geleitet wurde. Das nette Kennenlernen mit den polnischen Schülern hat uns einen kleinen Einblick gegeben, wie es vermutlich die kommenden Tage  sein wird. Besonders gut hat uns eine Übung gefallen, bei der  wir unsere ersten Polnischen Wörter gelernt haben. Am Ende des Tages hatten wir einen schönen, selbst gestalteten Freizeitabend mit Sport und weiteren Aktivitäten.

Nicolas und Mert

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Montag

 

Dienstag, 26.01.2016

Als wir aufgewacht sind, haben wir als erstes gemerkt, dass es deutlich wärmer geworden und der meiste Schnee geschmolzen war. Nach dem Frühstück spielten wir erneut Kennenlernspiele, bei denen Regeln für das Verhalten in einer Gruppe von uns festgelegt wurden. Anschließend gab es eine Führung auf dem Gelände der Stiftung, bei der wir viel über die Geschichte von Kreisau erfahren haben. Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause ging es im Programm weiter. Wir fingen die geplanten Workshops in drei verschiedenen, deutsch-polnischen Gruppen an. In unserem Workshop ging es um die deutsch-polnische Geschichte, besonders zur Zeit des 2. Weltkriegs. Dazu half uns eine Ausstellung zu diesem Thema. Wir haben viel in kleinen Gruppen gearbeitet und somit die deutsch-polnischen Beziehungen gestärkt.  Abends gab es dann eine so genannte "Teaparty", bei der Spiele zur deutschen und polnischen Sprache gespielt wurden.

Matti und Marc

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Dienstag

 

Mittwoch, 27.01.2016

Der Tag begann früh. Wir fuhren um 8:40 Uhr mit dem Bus in das Konzentrationslager Gross-Rosen, wo wir um 10:00  Uhr ankamen. Als erstes sahen wir einen  30 minütigen Film über die Geschichte des Konzentrationslagers. Dann waren wir in einer Ausstellung, in der wir mehr über das Leben der Gefangenen in dem KZ erfuhren. Nach der Ausstellung  bekamen wir eine Führung über das Gelände, bei der wir zum Beispiel den Steinbruch, den Appellplatz und die Baracken zu sehen bekamen.  Nach der Führung fuhren wir zusammen mit den polnischen Schülern zum Komplex Riese, in dem wir ebenfalls eine Führung in der Zeit von 14:00 – 15:20 Uhr bekamen. Während der Führung sahen wir die Tunnelsysteme, welche die Gefangenen aus Gross-Rosen in der damaligen Zeit bauen mussten. Gegen 15:30 Uhr fuhren wir in die Stadt Schweidnitz, in der  wir Geld wechseln und unsere Vorräte auffüllen konnten. Um 17:00 Uhr ging es dann schließlich zurück nach Kreisau. Dort veranstalteten wir nach dem Abendessen ab 20:00 Uhr einen Deutsch-Polnischen Abend, bei dem es darum ging, dass beide Gruppen sich gegenseitig landestypische Sachen schenkten.

Salih & Michelle

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Mittwoch.

 

 

Donnerstag, 28.01.2016

Um 9:30 Uhr trafen wir uns im Mehrzweckraum, damit wir den heutigen Tag besprechen konnten. Anschließend teilten wir uns in unsere Workshop-Gruppen von Dienstag auf und gingen in den zweiten Workshop der Woche. Im zweiten Workshop falteten und bastelten wir gemeinsam mit den polnischen Mitschülern schöne Dekorationen, zum Beispiel Blüten aus Servietten oder Schachteln aus Zeitungspapier. Am Anfang hat es Spaß gemacht, doch es wurde am Ende etwas einseitig und dadurch langweilig. Nach dem Mittagessen versammelten wir uns um 14:30 Uhr vor dem Schloss, um ein gemeinsames Gruppenfoto mit den polnischen Mitschülern zu machen. Dann ging es direkt zum letzten Workshop, in dem es um gemeinsame Spiele mit den polnischen Mitschülern ging. Dabei war besonders Teamarbeit und Absprache gefordert. Dies war unserer Meinung nach der beste Workshop dieser Woche und damit aber auch leider der letzte. Um 19:30 Uhr ging es dann zusammen mit den polnischen Schülern zur Auswertung der Projekt-Woche und wir ließen abschließend den Tag mit den polnischen Schülern in der Disko ausklingen.

Pascal, David und Chris

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Donnerstag.

 

 

Freitag, 29.01.2016

Freitag, der letzte Tag in Polen.  Wir standen um 7:30 Uhr auf, um rechtzeitig beim Frühstück zu sein.  Um 9 Uhr war es dann Zeit, die polnische Gruppe zu verabschieden, wir tauschten letzte Worte aus und umarmten uns noch einmal. Später fuhren wir dann nach Breslau. Dort besichtigten wir den Alten Jüdischen Friedhof und die Universität der Stadt. Um 12 Uhr  standen wir vor dem Rathaus, da dort die Tradition der polnischen Abiturienten stattfinden sollte. Um eine Reihe zu bilden, hakten sich bis zu fünf Schüler ineinander ein. Sie „hüpften“ leicht nach ein paar Schritten und wiederholten diesen Vorgang bis sie das Rathaus einmal komplett umkreist hatten. Obwohl wir Außenstehende waren, konnten wir spüren, wie wichtig diese Tradition  für viele polnische Mitmenschen war.  Anschließend durften wir in dem großen Einkaufszentrum oder auch in der Stadt für 2 ½ Stunden tun, was unser Herz begehrte.  Ein letztes Mal aßen wir danach in Kreisau unser Abendbrot. Viele packten ihre letzten Sachen noch in den Koffer, schossen die letzten Selfies und gaben dann die Schlüssel für die Zimmer ab.
Um ca. 20 Uhr verließen wir dann Kreisau und fuhren nach Hause.

Aylin

 

Hier geht es zur Fotogalerie Kreisau 2016, Freitag.


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